Festgottesdienst zum 500. Reformationsjubiläum
Unter dem Motto „… da ist Freiheit“ feierte die evangelische Kirchengemeinde Langenalb das Jubiläum 500 Jahre Reformation. Zu diesem Jubiläum hatte sich die evangelische Kirchengemeinde unter der Führung von Pfarrer Daniel Dettling etwas besonders einfallen lassen. Am Reformationstag hatte man zu einem Jubiläumsgottesdienst in die Marienkirche in Langenalb eingeladen. Im Pfarrhof und Pfarrgarten fand im Anschluss ein Reformationsmarkt statt. Pfarrer Daniel Dettling rief, und alle kamen, alle Langenalber Vereine und Gruppierungen trugen zum guten Gelingen dieser Feierlichkeiten bei.
Der Festgottesdienst, der um 10.15Uhr beginnen sollte, verzögerte sich, da - man glaubt es kaum - der Besucherandrang so groß war, dass man erst noch verfügbare Stühle und Bänke herbeischaffen musste, damit alle Gottesdienstbesucher einen Sitzplatz fanden. Die Predigt des Festgottesdienstes hielt Pfarrer Daniel Dettling, der zu Beginn mit einem Wort „Wow“ ausdrückte, dass er ob des guten Besuches überwältigt war. Am Anfang seiner Predigt ging er auf die Parallelen zu dem Reformator Jan Hus ein, der 112 Jahre vor Martin Luther nach dem Konstanzer Konzil als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Der Legende nach waren die letzten Worte von Hus: Heute bratet ihr eine Gans, aber aus der Asche wird ein Schwan entstehen.
Gott spricht: "Passt scho!" In anschaulichen Beispielen aus dem alltäglichen Leben führte Pfarrer Daniel Dettling aus, nicht immer ist alles perfekt, aber "s'passt scho".
Nach dem Gottesdienst ging es im Pfarrgarten hoch her, die Langenalber Vereine hatten Buden und Stände aufgebaut und ließen Langenalb zumindest für diesen Tag ins Mittelalter versinken. Auch hier war der Besucherstrom überwältigend, denn es wurde allerhand geboten. Es gab viele leckere Dinge, Kunsthandwerke aus Holz, Stein und mit der Kettensäge wurde vorgeführt, Strickarbeiten, eine Tombola und bei einem mittelalterlichen Fünfkampf konnten sich die Kinder messen und über die Siegerurkunden freuen. Aus dem „Backhäusle“ gab es Fladenbrot mit leckereren Beilagen. Zur Abwechslung hatte sich am Nachmittag das Figurentheater Mürle eingefunden und führte in der Marienkirche das Stück „Jona und der Wal“ auf, bei dem die Kinder in der wiederum vollbesetzten Kirche ihre helle Freude hatten.
Die Vereine im Pfarrgarten vermeldeten indes „Ausverkauft“, ob Markklößchensuppe, Würste, Steaks oder „Herrgottsbscheißerle“, alles war weg. So konnte man mit einer Geschichtserzählerin in der Kirche einen gelungenen Abschluss des Jubiläums feiern. das mit Sicherheit bei der Langenalber Bevölkerung noch lange in Erinnerung bleiben wird, denn der Aufwand hat sich gelohnt. Der Erlös dieses Tages wird zu Gunsten der Orgelrenovierung verwendet.
von Reinhard Kraft